Das Wilde Klingen.

„Das Wilde Klingen“ ist ein zeitgenössisches Musiktheater mit unterschiedlichen Programmen.

 

Eutalia de Carvalho – Gesang

Theo Jörgensmann – Klarinette

Edith Steyer – Klarinette, Altsaxophon

Tommaso Vespo/Rieko Okuda – Kirchenorgel, Klavier

Horst Nonnenmacher – Kontrabass

Sofia Borges – Percussion

Lea Hoffmann – Tanz

Gast:
Lorena Izquierdo Aparicio – Performance

Scott Weiner – Licht (Video)

 

Schöpfungen, eine improvisierte Kammeroper

6 Musiker_innen und eine Tänzerin improvisieren über verschiedene (Schöpfungs-) Mythologien unterschiedlicher Kulturen. Dabei loten sie die Kirche/Bühne in ihren akustischen und räumlichen Möglichkleiten aus und interagieren in verschiedenen Besetzungen. Licht wird eingesetzt, um Räume zu kreieren und zu gestalten. Auch die Kirchenorgel wird -sofern vorhanden- in die experimentelle Improvisation eingebaut.
Gemäß einer jahrhundertelangen Operntradition werden mythologische Geschichten ausgestaltet und bearbeitet. Dabei unterliegt die Auswahl der Mythologien dem Primat einer starken Frauenrolle. So treten in 3 von 4 Mythen Frauen als (Mit-)Schöpferinnen auf.
Die Oper wurde am 6.5.17 in der Paul-Gerhardt-Kirche, Berlin, mit Hilfe von Mitteln des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, uraufgeführt.

 

Troots

…beschäftigt sich mit der eigenen musischen Sozialisation.
5 Personen aus 4 Ländern und 3 Kontinenten gehen der Frage nach, welche musischen Traditionen für sie jeweils persönlich wichtig sind und ihrem individuellen Dasein als Mensch eine tiefere Qualität verleihen.
In 5 kleinen Sets erzählen die Musiker_innen in Form von kurzen Solos daher zuerst musikalisch von sich selbst erzählen, um dann gemeinsame Schnittpunkte auszuloten.

(im Quintett ohne Weiner, Hoffmann)

 

Ana_Anansi, eine improvisierte Kammeroper

„Das Wilde Klingen” kommentiert mit ana-anansi ein mythologisches Märchen und verleiht ihm eine ökologisch-politische Deutung. Die szenisch gegliederte Aufführung wird vor allem durch verschiedene instrumentale Besetzungen strukturiert und ist weitgehend improvisiert.
Sie erzählt von einem gottähnlichen Wesen, dem Trickster Anansi, der durch sein vermeintlich schlaues, aber letztlich profitorientiertes und unethisches Handeln die Natur und dessen Göttlichkeit zerstört.
In der szenischen Darstellung treten Klang, Gestus, Wort und Tanz in Interaktion und treiben die Handlung voran. Die musikalische und gestische Improvisation versteht sich dabei ebenso als narrativer Impulsgeber, wie das Wort auch als klangliches Mittel eingesetzt wird.
Licht und Raum werden in das Geschehen miteinbezogen und gestaltet.

Frei nach James Berry, “Anansi and the hidden garden”.

 

 

 

Schöpfungen l i v e aus der Paul-Gerhardt-Kirche, Berlin, Mai 2017

w/Steyer/Vespo

w/Jörgensmann/Carvalho/Nonnenmacher

 

„Das Wilde Klingen“ is an improvised chamber opera.
6 instrumentalists and 1 dancer improvise on different creation mythologies. They integrate the different niches and spaces of the church in their acoustic explorations and use the church organ in an experimental way. They are especially interested in the role of women, who act as (co-)creators in the myths. The premiere was on may 6th, 2017 at Paul-Gerhardt-Kirche, Berlin, with the financial support of Kiezfond Kolonnenstraße.